Weg.Ein simples Wort, bestehend aus 3 Buchstaben. Nur was, wenn man davor noch 9 andere Buchstaben platziert? Wie zum Beispiel "richtiger". Die Banalität gleicht nun schon einem komplexeren Konstrukt aus zwei Ausdrücken.
Man hat anfangs, als die Erleichertung über das Geschaffene alles andere überschattete, mit einem erleichterten und fröhlichen, später mit einem eher wehmütigeren Blick, die Schule hinter sich gelassen, und dreht sich nun nach vorne, im Angesicht eine Zukunft, die einem wie ein unbeschriebenes weißes Blatt vor den eigenen Augen wedelt.
Was ist nun angesagt? Richtig, Prioriäten setzen. Was will ich erreichen? Welche Ziele habe ich? Steht bei mir der Faktor "Beruf als wahre Berufung" vor "ich möchte finanziell abgesichert sein"? Herzblut über womöglicher Finanzwut? Bei den vereinzelten Glückskindern unter uns fallen diese Kriterien zusammen, was einer richtigen und befriedigenden Entscheidung zugute kommt. Doch was wenn nicht? Was, wenn außerdem ein vorherrschender NC dem Weg zum Traumberuf versperrt?
Nach der Schule steht man erstmal vor einem Blatt voll Fragen, bis man sie beantwortet hat, umblättern kann und nun mit freudiger Erwartung mit Farben (und ohne der alten Fragen) das Zukunftsblatt in Angriff nehmen darf. Es sind Entscheidungen, die wahrscheinlich den Rest unseres Lebens bestimmen werden. Entscheidungen, die wir in so jungen Jahren alleine zu treffen haben, und das eine oder andere mal vielleicht auch wieder revidieren müssen.Das Leben "danach" gleicht einem Abenteuer. Und wie bei jedem Abenteuer würde es seinem Namen nicht gerecht werden, wenn nicht alles wie geplant verlaufen würde. Es werden harte Tage vorbeiziehen, die wir durchhalten, denn wir wissen, dass die nächste Unterkunft nicht mehr weit ist. Familie und Freunde werden uns unterstützen und sich über Postkarten freuen, die von unseren Erlebnissen berichten. Und nach etlichen Kilometern Fußmarsch, Verständigungsschwierigkeiten, vielem Neuland und durchzächten Nächten wissen wir, dass wir immer daheim willkommen sind, wenn uns das Abenteuer zu abenteuerlich wird und wir einfach nur eine gewisse Zeit und den bestimmten Ort brauchen, um uns zu regenerieren und für das nächste Abenteuer zu wappnen.
